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Einblick und Sorgen

Wir schreiben uns in meiner Familie nun ab und zu einen Brief. Sehen sollten wir uns ja nicht ...

 

Dennoch sind wir als Eltern unserer vier erwachsenen Kinder sehr interessiert daran zu wissen wie für sie der Alltag nun ist. Mit den kleinen Kindern, unseren 4 Enkelinnen und im Beruf.

 

Für alle ist es eine grosse Herausforderung, arbeiten sie doch alle vier in systemrelevanten Berufen. 

 

Einen kleinen Einblick in den Brief unseres Jüngsten möchte ich hier ausschnittweise zitieren. Er arbeitet seit einem Jahr in seinem Beruf als Pflegefachmann, und jetzt kommt es: Er arbeitet am USZ in der Intermediate Care Station. Das ist nicht grad ganz eine IPS, aber nahe dran ...

 

Er schreibt: (momentan hat er noch Ferien, Ruhe vor dem Sturm?)

 

"Ich merks ziemlich heftig bim schaffe was grad alles abgat. Es wird umgstellt zum Platz schaffe was das Zeug hält. Han de Afang na mitübercho letscht Wuche, wos agfange hät azieh. Ein Verdachtsfall nachem andere, am beschte na wennds vorher ohni Schutzmassnahme betreut häsch! 

Täglich chömed neui Wiisige use wiemir eus etz z verhalte händ und wasmer erwarte chönd. Die offesichtlichsti Massnahm isch, dass s gsamte Personal ufem ganze USZ-Campus Maskepflicht hät. Zumteil recht nervig, am Endi vo de letschte Schicht, woni so gha han, hämmer alli zämä s Gfühl gha, mer merked de Suurstoffmangel. So verwirrt hani euses Team na nie erlebt xD."

 

Ich hoffe, alle Pflegenden haben gute Vorgesetzte, die ihrem Team gut schauen, ohne wird das nicht gehen. Als Mutter, als Eltern beschäftigt uns das sehr.

Gut zu wissen, dass die jungen Menschen, falls sie krank werden sollten, meistens milde Verläufe zeigen ... Hoffentlich!